Infrarotheizung: So teuer ist das Heizen mit Infrarot

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Hohe Energiekosten
So teuer ist das Heizen mit einer Infrarotheizung

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Heizen mit Infrarotheizung im Check

Heizen mit Infrarotheizung im Check

© Suljo / Getty Images

Um die Folgen der explodierenden Energiekosten abzufedern, sind viele Mieter und Eigenheimbesitzer auf der Suche nach Heizalternativen. Infrarotheizungen sind günstig in der Anschaffung – aber lohnt sich der Kauf?

Die Energiekosten steigen immer weiter: Kürzlich meldete das Vergleichsportal Check24, dass einige Versorgungsunternehmen ihre Preise um mehr als 100 Prozent erhöhen würden. Und noch ist kein Ende der Preisspirale zu erkennen. Was also tun, wenn man der saftigen Nachzahlung im kommenden Jahr entgehen möchte?

Eine Option wäre, die Räume mit einer alternativen Heizmethode zu wärmen. Statt in kalten Räumen zu frieren oder gar über den Austausch der Heizungsanlage nachzudenken, sind günstige Heizalternativen eine Möglichkeit.

Infrarotheizungen gibt es im Baumarkt on online schon für unter 100 Euro. Dass die Geräte keine Wartungskosten nach sich ziehen und eine sehr lange Lebensdauer haben, spricht auch für sie. Außerdem ist die Installation kinderleicht: An die Wand hängen, Stecker rein, fertig. Einige Geräte können auch unter die Decke montiert werden. Und: Es gibt keine Brandgefahr. Denn anders als Radiatoren senden Infrarotheizungen Strahlung ab, die Gegenstände oder die Haut selbst wärmen. Die Raumluft, die mit den erwärmten Gegenständen in Berührung kommt, erwärmt sich auch. Besonders großer Vorteil: Das geht alles sehr schnell, so dass man nicht lange warten muss, bis sich eine behagliche Wärme einstellt.

Da die Geräte mit unterschiedlicher Watt-Zahl angeboten werden, muss erst berechnet werden, wie groß der Raum ist, der beheizt werden soll. Als Faustformel gilt, dass pro Quadratmeter Raumfläche zwischen 60 und 100 Watt benötigt werden. Soll also ein 15-Quadratmeter-Badezimmer geheizt werden, braucht es mindestens ein gerät mit 900 Watt, besser wären allerdings 1500 Watt. Aber auch mehrere Heizkörper mit geringerer Leistung wären denkbar.

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Doch so günstig die Geräte auch in der Anschaffung sind: Sie haben einige kostspielige Nachteil. So verschlingen sie ordentlich Strom – und der ist teuer. „Heizt zum Beispiel ein Gerät drei Stunden täglich mit 1000 Watt, kostet das inner­halb eines halben Jahres rund 150 Euro“, rechnet die „Stiftung Warentest“ vor. das Portal „Energieheld“ berechnet, dass für das Heizen eines 25 Quadratmeter großen Raumes bei jährlich 1440 Stunden an 180 Tagen zwischen 650 und 1100 Euro an Stromkosten fällig werden.

Nachteile der Infrarotheizung

Diese Preisunterschiede weisen auf den zweiten Nachteil einer Infrarotheizung hin: Ohne Dämmung wird es schnell sehr teuer. Gerade bei Altbauten verpufft ein Teil der Wärme. Um hier für wohlige Wärme zu sorgen muss viel Strom verbraucht werden. „Bei einem ungedämmten Altbau kann man herumrechnen wie man möchte: Die Infrarotheizung wird hier niemals ein adäquater Ersatz für eine Zentralheizung mit Öl, Gas oder Pellets sein“, urteil auch „Energieheld“. Pro Kilowattstunde zahlte man für Strom im ersten Halbjahr 2021 rund 32,62 Cent, so das Statistische Bundesamt. Gas kostet in diesem Zeitraum durchschnittlich 6,41 Cent je Kilowattstunde – also weniger als ein Fünftel des Strompreises. Da hilft auch die höhere Effizienz der Infrarotheizkörper im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen nicht.


Sachsen, Leipzig: Schornsteine qualmen am Morgen auf den Dächern der Leipziger Südvorstadt. Heiz-Profis zeigen jedoch wie sie im Winter ein kleines Vermögen sparen können.

Die „Stiftung Warentest“ empfiehlt, die eigene Gas- oder Öl-Heizung besser von einem Installateur optimieren zu lassen. So können größere Heizkörper helfen.

Eine Ausnahme gebe es, so die Warentester: Wer seinen Strom mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage erzeuge, könne „überflüssigen“ Strom, der nicht als Haushaltsstrom benötigt wird, dafür nutzen.

kg



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