In Saison 20/21 die meisten Wildschweine in MV geschossen

Wildschwein

Ein Wildschwein. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

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Die Afrikanische Schweinepest hat dafür gesorgt, dass in der Jagdsaison 2020/21 so viele Wildschweine wie noch nie geschossen wurden.

Mit 106.803 Tieren wurden in der Jagdsaison 2020/21 in Mecklenburg-Vorpommern bundesweit die meisten Wildschweine erlegt. Dies bedeutete nach Angaben des Deutschen Jagdverbands (DJV), dass deutschlandweit etwa 15 Prozent aller Wildschweine im Nordosten geschossen wurden. Es folgten Brandenburg mit gut 90.000 und Bayern mit rund 78.000 Stück Schwarzwild.

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat zum Ende der Jagdsaison 20/21 gesagt, dass die hohe Quote im Zusammenhang mit der Vorbeugung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu sehen sei. Die Jäger seien aufgefordert worden, verstärkt Schwarzwild zu bejagen, um einer möglichen Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. In der Jagdsaison davor waren es noch rund 96.500 Wildschweine.

Angesichts der ASP-Ausbreitung – besonders im Osten Deutschlands – forderte der Jagdverband mehr Anreize für die Wildschweinjagd. So sollten Behörden die Kosten für die Trichinenuntersuchung getöteter Wildschweine übernehmen. Die natürliche Ausbreitung des Virus von Tier zu Tier werde durch reduzierte Wildschweinbestände erschwert.

Vor gut zwei Monaten war in einem Mastbetrieb in Lalendorf (Landkreis Rostock) das Virus ausgebrochen. Es war der erste ASP-Seuchenfall bei einem Schweinehalter in MV. Der Halter hatte rund 4000 Schweine eingebüßt.

dpa



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