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Quelle marokkanisches Außenministerium – Außenminister Marokko, Nasser Bourita und Ismael Ould Cheikh Ahmed Außenminister Mauretaniens in Rabat bei der Grundsteinlegung für den neuen diplomatischen Komplex des Nachbarlandes 2021

Beide Außenminister betonen die engen diplomatischen Beziehungen. Mauretanien diplomatisch und wirtschaftlich wichtig für Marokko.

Rabat – Am gestrigen Dienstag fand in der marokkanischen Hauptstadt Rabat die Grundsteinlegung für einen großen diplomatischen Komplex der islamischen Republik Mauretanien statt. In Anwesenheit des marokkanischen Außenministers, Nasser Bourita, seines mauretanischen Amtskollegen Ismael Ould Cheikh Ahmed, mehrerer in Marokko akkreditierter Botschafter sowie von Vertretern gewählter Institutionen und lokaler Behörden fand ein Festakt zu diesem Anlass statt. Der neue Komplex, dessen Gestaltung von der authentischen mauretanischen Baukunst inspiriert sein soll, wird auf einer Fläche von genannten 5.341 m² errichtet und wird die Verwaltungsbüros der Botschaft sowie die Residenz des Botschafters beherbergen.

Neue Botschaft soll enge Beziehungen symbolisieren.

Der mauretanische Botschafter in Rabat, Mohamed Ouled Hanani, betonte bei diesem Anlass, dass „dieses wichtige Projekt eines der Symbole für die ausgezeichneten Beziehungen zwischen unseren beiden brüderlichen Ländern sein wird“, und äußerte den Wunsch, dass „dieses Gebäude dazu beiträgt, die engen und vielgestaltigen Beziehungen“ zwischen Marokko und Mauretanien zu festigen.

Er fügte hinzu, dass die Staatsoberhäupter der beiden Länder, Präsident Mohammed Ould Cheikh El-Ghazouani und S.M. König Mohammed VI. nie aufgehört haben, diese Beziehungen im Sinne von mehr Fortschritt und Entwicklung zu fördern. Der Diplomat betonte auch, dass dieser Komplex nicht ohne die Zusammenarbeit und die Unterstützung der verschiedenen betroffenen marokkanischen Behörden hätte gebaut werden können, die die Botschaft bei den Verwaltungsverfahren für den Erwerb des Grundstücks begleitet und die Verfahren für die Erteilung der Baugenehmigung erleichtert haben.

Mauretanien politisches und wirtschaftliches Tor zu Afrika für Marokko

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Marokko und Mauretanien waren und sind nicht ganz spannungsfrei. Die islamische Republik ist für viele nationalistische marokkanische Politiker zu einem wesentlichen Teil ein Resultat der spanischen und französischen Kolonialisierung dieser Region, bei der große Landabschnitte zu Lasten frühere marokkanischer Gebiete umverteilt wurden. Ein Umstand, der in Mauretanien Unsicherheiten über mögliche territoriale Ansprüche des Königsreiches verursacht. Zugleich ist Mauretanien eine von vier Parteien im Westsaharakonflikt und tut sich schwer, die eigenen Landesgrenzen gegenüber unbefugten Grenzübertritten von Kämpfern aus verschiedenen Lagern abzusichern. Für Marokko wäre es eine Stärkung der diplomatischen Position in der Westsaharafrage, wenn Mauretanien eher die Ansprüche Marokkos unterstützt, wobei man sich derzeit in Nuakschott auch gerne von Algerien hoffieren lässt.

Der südliche Nachbarstaat ist auch aus wirtschaftlichen Gründen für Rabat wichtig, stellt Mauretanien doch das wichtigste Transitland für den Güterverkehr in Richtung Sub-Sahara da. Derzeit konkretisieren sich Bauplanungen für einen neuen Hochseehafen in Dahkla, womit Marokko dann viele Staaten in Westafrika per Schiff leichter beliefern kann. Unter Umständen steht dieser Hafen dann auch Mauretanien zur Verfügung.



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