Missbrauchs-Prozess
Strafmaß für Ghislaine Maxwell wird erst im Juni verkündet

Ghislaine Maxwell lehnt sich sitzend nach vorne

Ghislaine Maxwell 

© ZUMAPRESS.com | SDNY / Picture Alliance

Ende Dezember war Ghislaine Maxwell unter anderem wegen Menschenhandels mit Minderjährigen schuldig gesprochen worden. Wie lange die 60-Jährige ins Gefängnis muss, soll am 28. Juni verkündet werden.

Nach dem Schuldspruch gegen Ghislaine Maxwell wegen Sexhandels muss die langjährige Vertraute des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein noch fast ein halbes Jahr auf die Strafmaßverkündung warten. Das Strafmaß werde am 28. Juni um 11 Uhr Ortszeit bekanntgegeben, teilte die New Yorker Bezirksrichterin Alison Nathan mit. Der 60-Jährigen droht lebenslange Haft. Sie sitzt bereits seit Juni 2020 in Untersuchungshaft.

Die Britin war Ende Dezember wegen Sexhandels mit Minderjährigen schuldig gesprochen worden. Maxwell – einst Epsteins Geliebte und dann über Jahre seine enge Vertraute und Mitarbeiterin – soll jahrelang junge Mädchen für den schwerreichen und gut vernetzten US-Investor Epstein rekrutiert und sich teilweise selbst an dem sexuellen Missbrauch beteiligt haben. Im Prozess hatte sie alle Vorwürfe zurückgewiesen und auf nicht schuldig plädiert.

Anwälte von Ghislaine Maxwell fordern neues Verfahren

Ihre Anwälte forderten nach dem Bekanntwerden der Missbrauchserfahrungen eines Geschworenen ein neues Verfahren. Die US-Justiz bot Maxwell daraufhin an, zwei Anklagepunkte wegen Meineids fallen zu lassen, die jeweils bis zu fünf Jahre Haft nach sich ziehen könnten.


Missbrauchs-Prozess: Strafmaß für Ghislaine Maxwell wird erst im Juni verkündet

Epstein war im August 2019 tot in seiner Gefängniszelle gefunden worden, als er sich in Untersuchungshaft befand. Die Behörden gehen von Suizid aus. In den Missbrauchsskandal ist auch der britische Prinz Andrew verstrickt. Ihm droht ein Zivilprozess in den USA, weil er eine Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht haben soll.

Wegen des Skandals verlor der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth II. seine militärischen Titel und seine royalen Schirmherrschaften. Auch die übliche royale Anrede „His Royal Highness“ darf der 61-Jährige nicht mehr nutzen. Sollten sich Prinz Andrew und die Klägerin Virginia Roberts Giuffre nicht außergerichtlich einigen, könnte im Herbst 2022 ein Gerichtsprozess in New York stattfinden.

jum/AFP



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