Ran an den Rasen!
Gartenarbeit im April: Das gehört jetzt dringend auf die To-Do-Liste

Gartenarbeit im April: Handvertikutierer im Einsatz

Im Gartenmonat April sollte zunächst der Rasen im Fokus stehen. Was sonst noch zu tun ist, erfahren Sie in unserem Artikel zu den wichtigsten Gartenarbeiten im April.

© PieroAnnoni / Getty Images

Die Terrasse, das heilige Grün und einige Beerensträucher verdienen im Gartenmonat April besondere Fürsorge. Was genau zu tun ist und welche Tools dafür wichtig sind, erfahren Sie hier. Die fünf wichtigsten Gartenarbeiten im April.

Der April ist schon ein seltsamer Monat. Erst muss man aufpassen, nicht auf die Schippe genommen zu werden. Danach fährt das Wetter mit uns Achterbahn. Dabei kribbelt es den meisten Schrebergärtnern in den ersten Tagen und Wochen nach dem Wechsel von Winter- auf Sommerzeit mächtig in den Fingern. Viele haben sich schon notiert oder im Kopf zurechtgelegt, welche Gartenarbeiten im April unbedingt erledigt werden müssen. Allen anderen können wir vielleicht ein bisschen auf die Sprünge helfen. Mit den fünf wichtigsten Gartenarbeiten im April.

1. Rasen vertikutieren (und belüften)

Egal ob Spiel- oder Liegewiese: Für einen gesunden Rasen muss man etwas tun. Und das kostet ein wenig Zeit. Im April sollten – je nach Wetterlage – all jene Störenfriede aus dem Grün entfernt werden, die den zarten Frühlingshalmen die Luft zum Atmen nehmen. Vertikutieren heißt das Zauberwort. Wichtig: Bevor belüftet wird, müssen die Halme mit Rasendünger versorgt und mindestens einmal gekürzt werden. Ist die Wiese kurz geschoren, muss nur noch das Wetter mitspielen. Für effektives Vertikutieren sollte die Fläche vollständig abgetrocknet sein. Sonst reißen Sie beim Vertikutieren die frischen Grashalme samt Wurzeln mit aus der Erde und der Traum vom englischen Rasen ist futsch. Ob Sie beim Vertikutieren zum Elektrogerät oder der Akku-Variante greifen, bleibt Geschmacksache. Wer noch etwas an seiner Sommerfigur feilen möchte, entscheidet sich am besten für den Handvertikutierer (z.B. von Gardena).

Während beim Vertikutieren die Grasnarbe leicht angeritzt und dabei Moos und Filz aus dem Grün geholt werden, verschafft man den Rasengräsern beim Aerifizieren zusätzliche Luft für gesundes Wachstum. Dafür eignen sich sogenannte Nagelschuhe am besten. Damit das Regenwasser im wechselhaften April besser abfließt, kann anschließend noch etwas Rasensand aufgebracht werden.

2. Wildblumenwiese vorbereiten

Sowohl im Insektenhotel als auch im Hummelhaus herrscht seit Mitte März rege Betriebsamkeit. Fehlt nur noch die nährstoffreiche Wohlfühloase für die nützlichen und für unser Ökosystem so wichtigen Pollen- und Nektarsammler. Wer ein Herz für Tiere und noch ein Eckchen Platz in seinem Garten hat, sollte dort eine Wildblumenwiese anlegen. Und das ist kinderleicht. Erstens: Boden von Gräsern und Wildkräutern befreien und einmal richtig auflockern. Zweitens: Saatgut für die Blumenwiese besorgen (z.B. die Little Plants BIO Bienenweide) und großzügig auf dem Beet verteilen. Wichtig: Blumensamen sind in der Regel Nacktsamer. Sie benötigen möglichst viel Licht, damit sie keimen. Arbeiten Sie die Samen also nur ganz leicht in den Boden ein. Ihre summenden Gäste werden es Ihnen danken.

3. Laube und Terrasse sommerfit machen

Schneeregen, Frost und Winterstürme – Terrassen und kleine (Holz)-Lauben müssen in der Garten-Off-Season hart im Nehmen sein. Bevor Sie es sich auf dem Grundstück wieder bequem machen, sollten Sie deshalb mögliche Schäden begutachten und beheben. Holz ist ein Naturmaterial, das permanent arbeitet. Es sollte regelmäßig und sorgsam gepflegt werden, sonst haben Sie nicht sehr lange Freude an Ihren Terrassendielen. Das Reinigen mit einer leichten Seifenlauge genügt in den allermeisten Fällen schon. Ist der Schmutz etwas hartnäckiger, rücken Sie den Dielen am besten mit einem Hoch- oder Mitteldruckreiniger (wie dem AquaClean von Gardena) auf die Pelle. Achten Sie beim Hochdruckreiniger darauf, dass der Wasserstrahl nicht mit voller Kraft aufs Holz trifft. 

Wer seine Dielen vor Schimmel oder Fäulnis schützen will, sollte das Holz regelmäßig pflegen. Auch dafür ist im April die richtige Zeit. Es gilt: Tropenhölzer sind hart und widerstandsfähig. Deshalb bedürfen Sie deutlich weniger Pflege als beispielsweise Lärchenhölzer, die verbleichen und schon nach kurzer Zeit “ergrauen”. Wer das verhindern möchte, behandelt die Dielen entweder schon vor dem Verlegen oder im Frühjahr nach dem Reinigen mit einem speziellen Terrassen- oder Pflegeöl (z.B. Lärchen-Öl von Osmo). Je nach Geschmack kann man hier mit einer Terrassenstreichbürste auch Holztöne wählen oder ein farbloses Öl aufbringen. Ist das Holz bereits vergraut, kann es mit sogenanntem Entgrauer behandelt werden. Wichtig: Vor allem bei Lärchenholz müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn es nach einigen Monaten ergraut. Die Dielen bleiben auch in Grau sehr widerstandsfähig und wetterfest.

Auch Holzlauben sind Winterstürmen und Regenschauern permanent ausgesetzt. Eine Sichtkontrolle schadet auch hier im Frühjahr nicht. Vor allem die Wetterseite leidet häufig und verliert Glanz und/oder Farbe. Damit Ihre Laube auch die nächsten Stürme heil übersteht, sollte das Holz ebenfalls regelmäßig mit entsprechenden Lasuren behandelt werden. Die schützen das Holz am besten, wenn sie zuvor die obere Schicht mit einer kleinen Schleifmaschine (z.B. dem Dreieckschleifer Mouse KA2000 von Black+Decker) bearbeiten.

4. Hochbeet anlegen und/oder bestellen

In sehr feuchten Gartenjahren wie 2021 sind Hochbeete Gold wert. Lästige Schnecken müssen sich schon sehr anstrengen, um an die Salatköpfe, Kohlrabi, Karotten oder anderes Gemüse zu gelangen. Aber auch sonst haben Hochbeete (hier das Modell Marina von Stelmet) viele Vorteile und sind bei Hausbesitzern und Schrebergärtner aktuell sehr beliebt. Praktisch: Die Pflanzkisten aus Holz, Kunststoff oder Stahl sind in der Regel als Bausatz erhältlich und mit etwas Geschick auch zügig aufgebaut. Achten Sie darauf, dass das Hochbeet mindestens 80 Zentimeter hoch ist, damit Sie daran arbeiten können, ohne den Buckel krumm zu machen. Wichtig: Kleiden Sie das Hochbeet an den Innenwänden mit Teich- oder Noppenfolie aus. So schützen Sie es vor Nässe und Fäulnis.

Im Idealfall befüllt man ein Hochbeet mit vier Schichten. Bevor nährstoffreiche Humuserde für die Nutzpflanzen ins Beet kommt, sollte der Boden zunächst etwa 20 Zentimeter hoch mit grobem Astmaterial ausgelegt werden. Es folgen zwei etwa gleich dicke Schichten gehäckselte Äste und Pflanzenreste sowie frische Komposterde. Es gilt also die Regel: von luftig und nährstoffarm unten, nach dicht und nährstoffreich oben. Für die obere Schicht sollten Sie zu hochwertiger Humus- oder Hochbeeterde greifen. Das Bett für Salat, Karotten & Co. darf gern etwa 30 Zentimeter dick sein. Wichtig: Die Schichtempfehlung gilt nur für Hochbeete, die mit Obst und/oder Gemüse bestückt werden sollen. Hier gibt’s ein Set mit 12 Sorten Gemüse-Samen von Little Plants.

5. Himbeeren und Brombeeren zurückschneiden

Auch an die süßen Früchtchen im Garten sollte man im April ran. Oder besser an die Ruten, die die Früchte im Spätsommer tragen sollen. Himbeeren stehen bei vielen Kindern in der Top-Beerenobst-Liste ganz weit oben. Damit es im Gartenjahr 2022 auch etwas zum Ernten gibt, sollten vor allem die Ruten der Sommerhimbeeren jetzt auf etwa 1,60 Meter eingekürzt werden. Bei Brombeeren muss die Gartenschere (z.B. das Bypass-Modell von Gardena) nur bei den abgetragenen Ruten aus dem Vorjahr angesetzt werden. Hier allerdings so nah wie möglich am Boden. Im Anschluss gönnen Sie den Beeren am besten noch eine Schubkarre voll Rindenmulch. Warten Sie damit aber bis der April-feuchte Boden etwas abgetrocknet ist.    

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