Fitnesstrend
Schaukeln, schwingen, schweben: Wie Turnringe Groß und Klein fit machen

Turnringe: Ein Paar Gymnastikringe hängt an einem Outdoor-Fitnessplatz

Turnringe: Für die einen sind sie ein effizientes und abwechslungsreiches Trainingsgerät. Für die anderen ein Spielzeug, das riesigen Spaß bringt.

© MBPROJEKT_Maciej_Bledowski / Getty Images

Turnringe sind Spielzeug und Fitnessgerät in einem. Kindern helfen sie vor allem dabei, ihre Motorik zu verbessern. Für Erwachsene sind sie das perfekte Trainingsgerät für einen stabilen Rumpf und moderaten Muskelaufbau. Die häufigsten Fragen und Antworten.

Die Ringe gehören zum anspruchsvollsten, was Weltklasse-Turner beherrschen müssen. Kaum ein Gerät erfordert ein derartiges Balancegefühl wie die beiden an zwei langen Gurtbändern eingeschlauften Holzringe. Das ist doch nichts für Hobbysportler und schon gar nichts für Kinder, mag man da gleich denken. Und doch etablieren sich die Turn- oder Gymnastikringe mehr und mehr in Fitnesstudios und auf Spielplätzen. Auch in vielen Hobbykellern und Kinderzimmern baumeln sie von der Decke. Was ist so reizvoll an den einfachen Holz- oder Kunststoffringen? Worauf sollten man beim Kauf achten? Wie montiert man Turnringe? Wer kann und sollte damit trainieren? Und was genau trainiert man mit den Turnringen eigentlich? Fragen über Fragen. Hier sind die Antworten.

Wofür sind Turnringe überhaupt gut?

Im Grunde sind Turnringe Fitnessgerät und Spielzeug in einem. Wer seinen Schultergürtel, Rumpf, Bauch und die Armmuskulatur beim Crosstraining ein wenig herausfordern möchte, ist mit den beliebten Turnringen ebenso gut bedient wie Dreikäsehochs, die sich einfach an die Ringe hängen, um ein bisschen hin- und her zu baumeln. Das macht den Kleinen nicht nur riesig Spaß, sie lernen dabei auch ihren Körper kennen und verbessern ihre motorischen Fähigkeiten. Und genau daran hapert es aktuell bei sehr vielen Kindern und Jugendlichen.

Wie werden Turnringe richtig und sicher montiert?

Viele Turnringe können nicht nur an der Decke, sondern auch an einem Baum oder der Tür befestigt werden. Für die Montage an der Decke gibt es spezielle Deckenhaken, an denen auch andere Sportgeräte wie beispielsweise ein Boxsack oder eine Hängematte aufgehängt werden können. In der Regel gehören dieses Deckenhaken nicht zum Lieferumfang. Alternativ können Turnringe mit einem sogenannten Türanker fixiert werden. Der wird an der oberen Kante über die Tür gelegt. Tür zu und los geht’s. Wichtig: Schließen Sie zur Ihrer eigenen Sicherheit die Tür von innen ab. Der Anker ist nur eingehängt und gibt nach, sobald die Tür von außen geöffnet wird. Auch an Bäumen oder Klettergerüsten können Turnringe leicht befestigt werden. Kurzum: Dieses Fitnessgerät und Spielzeug ist im Handumdrehen einsatzbereit. Drinnen wie draußen.  

Welche Arten von Turnringen gibt es?

Man unterscheidet bei Turnringen zwischen solchen aus Holz und Ringen, die aus Kunststoff (zumeist Polycarbonat) oder Metall (eher selten) gefertigt werden. Die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile

Nachteile

Holz

  • angenehmer Griff
  • meist Naturmaterial
  • absorbieren Schweiß
  • begrenzt witterungsbeständig
  • Holz dunkelt nach

Kunststoff

  • robust, nicht biegbar
  • wetterfest
  • einfache Reinigung
  • Auswahl begrenzt
  • bei Feuchtigkeit weniger griffig
  • kein nachhaltiges Material

Experten empfehlen insbesondere Kindern Ringe mit einem Griffdurchmesser von 32 Millimetern. Selbst kleinere Jungs und Mädchen (ab zwei Jahren) können Ringe wie dieses Modell von Decathlon schon gut greifen und sicher hängen. Für noch besseren Grip sind einige Modelle an den Griffstellen mit einem Tape umwickelt oder können bei Bedarf selbst umwickelt werden. Alternativ werden Turnringe mit einem Griffdurchmesser von 28 Millimetern angeboten. Die Ringe aus Kunststoff gibt es fast ausschließlich in der dünneren Ausführung. Holz-Turnringe werden in der Regel aus Birke, Eiche oder Bambus gefertigt. Wem die Nachhaltigkeit des Produkts am Herzen liegt, der sollte prüfen, aus welchem Land das Holz kommt, aus dem die Turnringe gefertigt wurden. 

Turnringe: Was sonst noch wichtig ist

Schauen Sie sich vor dem Kauf auf jeden Fall das Zubehör genau an. Je nachdem, wo Sie die Turnringe aufhängen wollen, sollten verstellbare Nylongurte (möglichst mit Markierungen) mit robusten Schnallen oder Karabinern, ein Türanker und im Idealfall ein Schutzpolster fürs Training an Bäumen im Paket dabei sein. Optional sind eine kleine Tasche und ein Buch oder eine App mit Übungsbeispielen. Bei den Gurten sollten sie nicht nur auf die Länge und Breite achten. Wichtig ist auch, dass sie für eine entsprechende Belastung zugelassen sind. Liegt dieser Wert zwischen 300 und 400 Kilogramm, sind Sie auf der sicheren Seite.

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