Heikle Preiserhöhung
Fans des FC Bayern sind über neuen ÖPNV-Ticketpreis empört – das steckt dahinter

BAYERN MÜNCHEN FAN

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© Getty Images

Die Verkehrsbetriebe in München machen sich unbeliebt, weil sie einen Ticketpreis erhöhen – und nun einen ganz besonderen Betrag haben wollen.

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) hat seine Ticketpreise erhöht und dafür einen Preis gewählt, der den meisten Fans des FC Bayern München ein Dorn im Auge ist. Einige FCB-Anhänger ziehen nun Konsequenzen.

Ab Dezember kostet die IsarCard-Wochenkarte für die Zone M in München (beziehungsweise für zwei Zonen) genau 18,60 Euro. Der MVV erhöht seinen Preis damit um 80 Cent – sorgte mit der Zahl aber für Empörung. Denn 18,60 erinnert doch sehr an den FCB-Stadtrivalen TSV 1860 München.

Verkehrsbetriebe: „Keine Überlegungen, den Preis zu ändern“

„Das ist natürlich ein Betrag, den man nicht gerne zahlt – sowohl wegen der Erhöhung als auch aus ideellen Gründen“, sagte Tobias Hess vom Fanclub Red Munichs 89 dem „Münchner Merkur“. Einige andere Bayern-Fans übertragen diese Ideologie sogar in den Alltag.

„Wenn etwas 18,60 Euro kostet, zahle ich aus Prinzip immer einen anderen Betrag“, erzählt Wolfgang Bauer vom Fanclub Farmer and Friends Bayern Power. „Ich fahre jeden Tag mit der U-Bahn zur Arbeit. Die Fahrkarte für 18,60 Euro würde ich mir nicht kaufen – aus Prinzip.“

Ein weiterer Kritikpunkt sei abgesehen von der „verbotenen“ Zahl auch die Preiserhöhung im Allgemeinen. „Jeder regt sich auf, man soll ökologischer leben und dann wird der ÖPNV teurer“, erklärt Norbert Walther, Vorsitzender der Backstage Red Hearts: Noch dazu liege die Arena weit draußen, mit dem ­ÖPNV dahin zu kommen, sei „katastrophal“. Auf „tz“-Anfrage teilte der MVV mit, dass bisher noch keine Beschwerden von Fans eingegangen seien. Außerdem: „Es gibt keine Überlegungen, den Preis zu ändern.“ Seit Freitag ist die Erhöhung beschlossene Sache.

fs
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