Evernote vs OneNote – ein Vergleich


Evernote erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit beim Verfassen und Sammeln von Notizen. In den letzten Jahren ist jedoch auch OneNote von Microsoft immer populärer geworden, nicht zuletzt durch seine Integration in das Office-365-Abo. Aber was sind eigentlich die Unterschiede zwischen den Apps? Und welche passt besser zu Ihnen?

Das ist OneNote

OneNote ist die Notizen-App von Microsoft. Sie kann kostenlos mit 15 GB Online-Speicherplatz genutzt werden. Alternativ ist sie im Office-365-Abo enthalten, das 69 € pro Jahr kostet und Ihnen dafür 1TB Speicherplatz bietet. Die OneNote-App ist für Mobilgeräte mit iOS und Android sowie unter Windows, Mac und im Browser verfügbar. Dabei werden Ihre Notizen über alle Geräte mit Ihrem Microsoft-Account synchronisiert.

Das allgemeine Design des Notizen-Editors ähnelt mit seinen Reitern stark dem, was einem durch Word oder PowerPoint mittlerweile sehr vertraut ist. Eingaben können Sie mit der Tastatur als Text oder direkt mit einem Stift auf einem iPad oder Surface vornehmen. Der Editor lässt Ihnen dabei viele Freiheiten: Eine Seite kann genauso werden wie eine echte Seite aus Papier. Sie können überall Text hinzufügen, Markierungen vornehmen, Formen einfügen und vieles mehr. Außerdem können Sie Audio- und (bei der Windows-Version) Videoaufnahmen sowie Fotos, Scans oder andere Dokumente hinzufügen. Eine Seite kann dabei unendlich lang werden, was praktisch für Notizen ist, es aber schwer macht, diese zu drucken.

Notizen oder ganze Notizbücher können Sie außerdem mit anderen Personen teilen, um gemeinsam gleichzeitig an einer Datei zu arbeiten.

Die Ordnerstruktur von OneNote ist zwar relativ übersichtlich, bietet aber trotzdem die Möglichkeit, Notizen in Ordner und Unterordner zu sortieren. Das macht das Datei-Management sehr einfach und vereinfacht das Wiederfinden von Notizen, besonders bei Projekten, Fortbildungen oder Vorlesungen.

Um Notizen zu finden, kann zudem die Suche verwendet werden. Diese bietet zum einen detaillierte Einstellungsmöglichkeiten und durchsucht zum anderen neben dem Text direkt auch die Bilder, handschriftlich hinzugefügten Texte und Audioaufnahmen. Zudem können Sie verschiedenen Elementen Tags hinzufügen, um diese noch schneller zu finden.

Damit Notizen nicht einfach von anderen eingesehen werden können, können Sie ein Passwort festlegen, mit dem eine Notiz gesichert wird.

Mit dem Tool „OneNote-Web-Clipper“ können Sie außerdem Inhalte von Websites direkt in Ihre Notizen einfügen. Auch in andere Programme lässt sich OneNote einbinden: Besonders gut integriert ist es in die weiteren Office-Programme, wodurch Sie beispielsweise eine Notiz direkt aus Outlook oder Word heraus erstellen können. OneNote lässt sich zwar auch in viele andere Programme einbinden, oft aber nur über Umwege mit einer Drittanbieter-Software.

Das ist Evernote

Evernote bietet ebenfalls einen kostenlosen Account, bei dem jedoch begrenzt ist, wie viele Megabyte an Dateien Sie monatlich hochladen dürfen, und der in seinen Funktionen etwas eingeschränkt ist. Für 6,99 € im Monat kann ein Abo für die Premium-Version abgeschlossen werden, bei der Sie deutlich mehr Dateien monatlich in die Cloud laden dürfen und die weitere Funktionen, wie die Möglichkeit, Kommentare zur PDFs hinzuzufügen, mitbringt. Die kostenlose Version kann auf Windows und Mac genutzt werden, mit der Premium-Version erhalten Sie zudem Zugriff auf eine iOS- und Android-App. Mit beiden Versionen können Sie auch über den Browser auf Ihre Notizen zugreifen. Die Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten funktioniert in der kostenlosen Version zwischen zwei Devices, bei der Premium-Version können Sie unbegrenzt viele Geräte nutzen.

Wie auch bei OneNote ist es relativ einfach, Notizen zu erstellen und zu bearbeiten. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass Sie – ähnlich wie zum Beispiel bei Word – Ihren Text untereinander schreiben und nicht an jede beliebige Stelle Markierungen und Text hinzufügen können. Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie zwar über und unter ein Bild Text einfügen können, aber nicht daneben. Für den ein oder anderen könnte das einschränkend sein, in vielen Fällen führt dies jedoch zu einer gesteigerten Übersichtlichkeit in den Notizen. Neben Texten und Bildern können Sie in den Notizen zum Beispiel auch handschriftlich Geschriebenes, Audioaufnahmen, Scans, Dokumente und vieles Mehr einfügen.

Um die Notizen noch übersichtlicher zu machen, können Sie auf eine Reihe von Vorlagen zurückgreifen, mit denen Sie im Handumdrehen Kalender, Projektübersichten o.Ä. erstellen können.

Auch in Evernote können Sie Notizen mit anderen teilen und diese gemeinsam bearbeiten. Das funktioniert zwar recht gut, aber nicht so flüssig und synchron wie bei OneNote.

Ihre Notizen sammeln Sie auch bei Evernote in Notizbüchern. Darüber hinaus können Sie jedoch keine besonders tiefen Ordnerstrukturen anlegen. Der Fokus der App liegt vielmehr auf der leistungsstarken Suche, die neben getipptem und handgeschriebenem Text auch Bilder, Dokumente, vertippte Elemente, schwer lesbare Handschriften, den Kontext von Notizen und vieles mehr durchsucht. Dadurch kommen Sie schnell an eine Notiz, auch wenn Sie diese seit Langem nicht mehr genutzt haben.

Um Notizen oder einzelne Abschnitte in Evernote zu sichern, können Sie diese mit einem Passwort verschlüsseln. Seit Neuestem kann Evernote zudem auch zur Sammlung von Aufgaben und To-Dos genutzt werden. OneNote bietet dieses Feature aktuell nicht, dafür kann jedoch auf Microsofts „To-Do“-App zurückgegriffen werden.

Auch Evernote bietet einen „Web-Clipper“, mit dem Sie schnell und einfach Inhalte aus dem Internet in Ihre Notizen einfügen. Dabei sammelt die App direkt weitere Informationen über den Link, um bei der Suche noch hilfreichere Ergebnisse zu liefern. Zudem gibt es eine Einbindung von Evernote in Drittanbieter-Programme wie Outlook, Slack o.Ä., um direkt Notizen aus E-Mails, Nachrichten usw. erstellen zu können.

OneNote vs. Evernote – der direkte Vergleich

Fazit

Welche der beiden Notizen-Apps besser zu Ihnen passt, können Sie letztendlich am besten für sich entscheiden. Beide Apps bieten eine kostenlose Version sowie eine kostenlose Probezeit der Premium-Funktionen, sodass Sie sich selbst ein Bild machen können.

Darüber hinaus hängt die Entscheidung davon ab, wie Sie gerne Notizen verfassen möchten. Geht es Ihnen eher um das kreative und freie Gestalten von Notiz-Seiten oder möchten Sie sich gerne eine Ordnerstruktur aufbauen, etwa für die Projektplanung oder für Vorlesungen oder Unterrichtsfächer, ist OneNote möglicherweise besser geeignet. Möchten Sie sich hingegen nicht mit der Ordnung Ihrer Notizen befassen, nur schnell und unkompliziert Notizen aufschreiben und später danach suchen, ist Evernote womöglich passender für Sie.

Sie sollten außerdem berücksichtigen, dass OneNote im Office-365-Abo bereits enthalten ist. Wenn Sie also ohnehin bereits Word, PowerPoint und Co nutzen, ist OneNote für Sie vermutlich kostengünstiger.

Mehr zum Thema:



Source link

adsense

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.