Unfall bei Dreharbeiten
„Mein Herz ist gebrochen“: Alec Baldwin spricht über den Unfalltod von Halyna Hutchins

Alec Baldwin beugt seinen Oberkörper nach vorne und stützt die Hände auf den Schenkel auf

Alec Baldwin steht auf dem Parkplatz vor dem Santa Fe County Sheriff’s Office, nachdem er zu dem Vorfall am Set des Films „Rust“ befragt wurde.

© Jim Weber/Santa Fe New Mexican/ / DPA

Alec Baldwin hat sich erstmals zum tragischen Unfalltod von Kamerafrau Halyna Hutchins zu Wort gemeldet. In einer bewegenden Twitter-Nachricht bietet er ihrem Ehemann Hilfe an.

„Es gibt keine Worte, um meinen Schock zu beschreiben“, schreibt Alec Baldwin am Freitagnachmittag auf Twitter. Der Schauspieler ist auf tragische Weise in den Unfalltod von Kamerafrau Halyna Hutchins verwickelt. Bei Dreharbeiten feuerte Baldwin einen Schuss aus einer Pistole ab. Obwohl nach derzeitigem Kenntnisstand nur Platzpatronen geladen waren, endete der Dreh für Hutchins tödlich. Die Waffe explodierte offenbar aus noch ungeklärter Ursache. Teile trafen sie tödlich. Jetzt äußerte sich Baldwin erstmals dazu.

Der Unfall habe das Leben von Halyna Hutchins, einer Ehefrau, Mutter und tief bewunderten Kollegin, genommen, schreibt der 63-Jährige. „Ich kooperiere vollständig mit der Polizei um zu klären, wie dieser tragische Zwischenfall passieren konnte“, verspricht Baldwin. Außerdem stehe er in Kontakt mit Hutchins Ehemann. „Ich biete ihm und ihrer Familie meiner Hilfe an. Mein Herz ist gebrochen für ihren Ehemann, ihren Sohn und alle die Halyna kannten und liebten.“

Der Fall wird derzeit von der Polizei untersucht. Ob die Pistole wirklich nur mit einer Platzpatrone geladen war oder ob versehentlich echte Munition verwendet wurde, ist Bestandteil der Ermittlungen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass Baldwin den Abzug der Waffe gedrückt habe. Auch der Regisseur Joel Souza wurde bei dem darauf folgenden Unfall verletzt. Er befindet sich im Krankenhaus. Nähere Erkenntnisse zu seinem Gesundheitszustand gibt es derzeit nicht.

Schwester von Brandon Lee kritisiert Sicherheitsmaßnahmen

Tödliche Unfälle mit Schusswaffen bei Dreharbeiten kommen häufiger vor als gedacht. Grund dafür ist, dass meist echte Waffen verwendet werden, die lediglich umgebaut sind. Zu dem wohl bislang bekanntesten Unfall dieser Art kam es 1993 bei den Dreharbeiten zu „The Crow“. Brandon Lee, der Sohn von Schauspieler Bruce Lee, wurde tödlich durch eine Waffe verletzt, weil sich im Lauf unbemerkt die Reste einer echten Patrone befanden.

Seine Schwester, Shannon Lee, hat sich inzwischen ebenfalls zu dem tragischen Unfalltod von Hutchins geäußert und den Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. Außerdem übt sie Kritik an den Sicherheitsmaßnahmen bei Dreharbeiten. Sie fordert: „Niemand sollte jemals durch eine Waffe zu Tode kommen, die an einem Filmset abgefeuert wird.“

mai



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