Buch “My Body”
Schönheit war das wichtigste Gut: Emily Ratajkowski offenbart traurige Details ihrer Kindheit

Emily Ratajkowski

Emily Ratajkowski spricht in ihrem neuen Buch “My Body” über ihr Image

© Kristin Callahan/Everett Collection / Picture Alliance

In ihrem neuen Buch offenbart Emily Ratajkowski, dass sie schon in der Kindheit auf ihre Schönheit reduziert wurde. 

Die Obsession mit ihrem Aussehen begann schon bei Emily Ratajkowskis Geburt, wie das Model in seinem Buch “My Body” verrät.

Oft erzählte ihre Mutter ihr, dass selbst der entbindende Arzt begeistert war ob ihrer Schönheit. Angeblich habe er am Tag nach der Geburt seine eigenen Kinder mit ins Krankenhaus gebracht, um das “schöne Baby” zu sehen. 

Emily Ratajkowski: Mutter war besessen von ihrem Aussehen

Dass Eltern vernarrt sind in ihre Kinder, sollte normal sein, doch im Fall von Ratajkowski ging es ihren Angaben zufolge immer schon um das Äußere. Darauf seien besonders ihre Eltern fixiert gewesen. Als Einzelkind bekam sie oft von ihrer eigenen Mutter zu hören, wie schön die in ihren Teenagerjahren gewesen sei. Die Englischlehrerin berichtete ihrer Tochter laut Buch von “bewundernden Jungs, die in der High School auf dem Rasen unter ihrem Schlafzimmerfenster standen”. Die Mädchen seien hingegen alle eifersüchtig gewesen. 

“Ich versuchte zu ermessen, wo ich nach Meinung meiner Eltern in der Welt der Schönheiten hingehörte”, schreibt Ratajkowski in “My Body”. “Es schien ihnen beiden wichtig zu sein, besonders meiner Mutter, dass ihre Tochter als schön wahrgenommen wird”, verrät die Mutter eines Sohnes. Als Jugendliche habe sie zu Gott gebetet, er möge sie zur “Schönsten” machen. 

Schon als Jugendliche sexy inszeniert

Mit 14 Jahren begann Ratajkowski ihre Modelkarriere. Ihre Mutter war davon begeistert. Sie erzählte ihrer Tochter außerdem immer, wenn die die Blicke der Männer auf sich zog. “Ich war ein Kind, aber irgendwie schon eine Expertin darin, männliches Begehren zu erkennen, auch wenn ich nicht ganz verstand, was ich davon halten sollte”, schreibt Ratajkowski. Dass sie bei Fotoproduktionen offensichtlich sexy inszeniert wurde, um männlichen Kunden zu gefallen, fand sie mit dem Älterwerden immer merkwürdiger. Ihrer Mutter schien es zu gefallen.

Heute denkt Ratajkowski anders über ihr Image des Sexsymbols. “Es war mir nie in den Sinn gekommen, dass die Frauen, die ihre Macht durch Schönheit erlangten, in der Schuld der Männer standen, deren Begehren ihnen diese Macht überhaupt erst verliehen hatte”, schreibt sie. “Diese Männer waren diejenigen, die die Kontrolle hatten, nicht die Frauen, die von der Welt umschwärmt wurden”, erklärt das Model.

“Sich der Realität der Dynamik, die hier im Spiel war, zu stellen, hätte bedeutet, zuzugeben, wie begrenzt meine Macht wirklich war – wie begrenzt die Macht jeder Frau ist, wenn sie in der Welt als etwas überlebt und sogar Erfolg hat, das man sich ansehen kann”, sagt Ratajkowski. Mit ihrem Buch möchte Ratajkowski sich ein wenig der Macht zurückholen, die sie über die Jahre verloren hat.

ls



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