Dallas, USA
Prozess gegen Serienmörder: Mann soll in zwei Jahren 18 Frauen getötet haben

Polizei in Dallas als Symbolfoto für Serienmörder in Dallas

Ein Opfer, das den Angriff überlebte, führte die Polizei von Dallas zu dem mutmaßlichen Serienmörder (Symbolfoto)

© Ralph Lauer / Picture Alliance

In Dallas hat ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Serienmörder begonnen. Der 48-Jährige soll innerhalb von zwei Jahren 18 ältere Frauen getötet haben. Neun von ihnen lebten in derselben Seniorenwohnanlage.

Lange blieb sein Töten unentdeckt, denn seine Opfer waren allesamt ältere Damen, die teilweise in Senioreneinrichtungen lebten und deren Tod als natürlich eingestuft wurde. Doch als eines der Opfer überlebte konnte es die Polizei zu dem Täter führen. Jetzt begann in den USA der Prozess gegen einen 48-Jährigen, der beschuldigt wird, in Dallas und seinen Vororten innerhalb von zwei Jahren 18 Morde begangen zu haben.

Bei seinen Taten soll sich der Mann, der laut Nachrichtenagentur AP als Angestellter im Gesundheitswesen arbeitete, entweder als Pfleger oder als Handwerker ausgegeben haben, um sich Zutritt zu den Wohnungen seiner Opfer zu verschaffen. Teilweise spionierte er seine Opfer in Supermärkten aus und folgte ihnen bis nach Hause. Geschnappt wurde er schließlich nach einem Raubüberfall auf eine 91-Jährige.

Laut Staatsanwaltschaft soll er die Frau im März 2018 in einer Seniorenwohnanlage in der texanischen Stadt Plano überfallen haben. Demnach hatte er ihr befohlen, sich ins Bett zu legen und sich nicht zu wehren. Er drückte ihr ein Kissen ins Gesicht, bis sie bewusstlos wurde, dann raubte er ihren Ehering und weiteren Schmuck und flüchtete. 

Polizei in Dallas überprüfte weitere Todesfälle

Bevor die Frau das Bewusstsein verlor, konnte sie jedoch mit ihrem medizinischen Notrufgerät Hilfe rufen. Sanitäter schafften es, die Frau zu reanimieren. Anhand des Autokennzeichens, dass von einer Überwachungskamera aufgenommen wurde, identifizierte die Polizei den Angreifer, machte ihn ausfindig und verfolgte ihn. Am Tag nach dem Überfall beobachteten sie ihn dabei, wie er einen Schmuckkasten in einen Mülleimer warf. Darin enthaltene Dokumente führten die Ermittler schließlich zu einem weiteren Opfer – einer 81-jährigen Frau in Dallas. Die Polizei fand sie tot in ihrem Haus, erstickt mit einem Kissen. In dem Auto des mutmaßlichen Täters fand die Polizei ihre Haustürschlüssel, in seinem Haus ihren Schmuck und Bargeld. Damals wurde er bereits per Haftbefehl für einen Raubüberfall in der Stadt Frisco gesucht. Das Opfer, eine 83-Jährige, überlebte den Angriff.  

Nach seiner Verhaftung kündigten die Behörden an, noch Hunderte weitere Todesfälle zu überprüfen. In den folgenden Jahren wuchs die Zahl der Opfer immer weiter. Unter ihnen befand sich auch eine 83-Jährige, die 2016 tot auf dem Wohnzimmerboden ihres Apartments in einer Seniorenwohnanlage gefunden wurde. Die Ärzte dachten, sie hätte einen Schlaganfall erlitten. Doch laut ihrer Tochter, mit der sie am Vorabend noch einkaufen und im Kino war, wirkte sie unbekümmert wie immer. Als man sie fand fehlte allerdings ihr Ehering. “Ich wusste, dass etwas nicht stimmt”, so die Tochter, “aber ich hätte nie an einen Mord gedacht.” Da sie sich mit der Todesursache abfand, hatte sie keine Obduktion in Auftrag gegeben.

Serienmörder droht lebenslange Haftstrafe

Eine 87-Jährige, die in derselben Wohnanlage lebte und im selben Jahr ebenfalls tot aufgefunden wurde, soll wenige Tage zuvor noch Freunden gesagt haben, dass sie wohl besser umziehen sollte, da alle ihre Freunde und Nachbarn sterben würden. Tatsächlich soll der Mann allein in dieser Wohnanlage neun Frauen getötet haben.

Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hat beschlossen, nicht die Todesstrafe zu fordern.


Dallas, USA: Prozess gegen Serienmörder: Mann soll in zwei Jahren 18 Frauen getötet haben

Sehen Sie im Video: Christiane K. aus Solingen hatte ihre Kinder erst betäubt und dann in der Badewanne getötet. Jetzt wurde sie zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Quellen:AP I, AP II, APIII, Fox5



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