Coronavirus
Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien schnellt auf 424 hoch

Coronavirus Spanien

Menschen tragen Schutzmasken gehen durch die Innenstadt in Madrid. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

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Omikron breitet sich weiter in Europa aus. Die Zahl der Neuinfektionen in Spanien ist nun so stark gestiegen wie noch nie. Die Infizierten weisen jedoch in der Regel leichte Krankheitssymptome auf.

In Spanien ist die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages um fast 50.000 gestiegen und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Sieben-Tage-Inzidenz sprang auf 424 nach 377 am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mitteilte.

94 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit Corona gestorben. Die neue Omikron-Variante mache in Madrid schon 80 Prozent aller Neuinfektionen aus, schrieb die Zeitung «El País».

Fast so hoch wie jetzt waren die Ansteckungszahlen zuletzt im Januar. Der große Unterschied zur damaligen Situation ist, dass seither mehr als 80 Prozent der Menschen in Spanien eine Grundimmunisierung erhalten hätten, indem sie zweimal geimpft wurden oder einmal mit Johnson&Johnson. Die meisten der Infizierten weisen deshalb keine oder nur leichte Krankheitssymptome auf. Die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten wurde mit 1472 angegeben, 30 mehr als am Vortag. Sie belegten damit 15,77 Prozent aller Kapazitäten in diesem Bereich.

Ablehnung verschärfter Corona-Regeln

Die meisten spanischen autonomen Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, und die Zentralregierung sträuben sich gegen eine deutliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Nur Katalonien kündigte die Schließung des Nachtlebens, nächtliche Ausgangsbeschränkungen sowie Einschränkungen der Auslastung von Gaststätten und Freizeiteinrichtungen und der Teilnehmerzahl von Treffen im privaten Bereich an. Die muss jedoch noch von der Justiz bestätigt werden.

Ministerpräsident Pedro Sánchez will am Mittwochnachmittag bei einer Videokonferenz mit den Präsidenten der autonomen Gemeinschaften über Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sprechen.

dpa



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