Champions League
Bayern München brilliert, Wolfsburg steht vor dem Aus

Ein junger dunkelhäutiger Mann mit dünnem Schnurrbart jubelt mit offenem Mund und rechtem Zeigefinger hinter seinem rechtenOhr

Bayerns Leroy Sané konnte sogar zwei eigene Tore gegen Benfica Lissabon bejubeln

© Patricia de Melo Moreira / AFP

In der Champions League haben die deutschen Teams sehr unterschiedliche Leistungen gezeigt. Während der FC Bayern München gegen Benfica Lissabon in der 2. Halbzeit aufgedreht hat, erlebte der VfL Wolfsburg in Salzburg einen bitteren Abend.

In Abwesenheit des erkrankten Julian Nagelsmann strebt der FC Bayern um Doppeltorschütze Leroy Sané unaufhaltsam dem Gruppensieg entgegen. Bei der Rückkehr an den Ort des Königsklassen-Triumphs von 2020 mussten die Münchner am Mittwoch aber lange auf die Erlösung warten. Beim 4:0 (0:0) ließen der überragende Doppelpacker Sané (70./85.), ein Eigentor von Everton (80.) und Robert Lewandowski (83.) den deutschen Fußball-Rekordmeister auch ohne den wegen eines grippalen Infekts fehlenden Trainer jubeln.

„Die zweite Halbzeit war überragend“, sagte Nationaltorwart Manuel Neuer nach seinem 100. Spiel in der Champions League bei DAZN. „Das ist natürlich gigantisch“, sagte er zu der Zahl seiner Einsätze und resümierte: „Es war ein toller Abend für uns.“ Nach drei Siegen in drei Spielen ohne Gegentor kann der FC Bayern im Rückspiel gegen die Portugiesen in zwei Wochen schon das Achtelfinale perfekt machen.

Erst einmal genossen die Münchner aber den glanzvollen Abend im Estádio da Luz, wo sie vor 14 Monaten Champions-League-Sieger wurden. „Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Sané. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung heute.“ Natürlich sei er „bisschen angespannt, bisschen nervös“, gab Co-Trainer Dino Toppmöller vor dem Anpfiff bei DAZN zu und betonte, es sei „alles besprochen“ und die Elf gut vorbereitet. Dies untermauerten die Bayern mit einer sehr flotten Anfangsphase und demonstrierten gleich bei mehreren Großchancen, dass sie Nagelsmanns Vorgabe („Ziel ist es, den Boden in Lissabon mit drei Punkten zu verlassen“) verinnerlicht hatten.

RB Salzburg – VfL Wolfsburg 3:1

Die Fans von RB Salzburg feierten ihr Team um den starken deutschen Nationalspieler Karim Adeyemi mit lauten Sprechchören, die Spieler des VfL Wolfsburg gingen mit schweren Schritten enttäuscht Richtung Gästekurve. Mit einem Champions-League-Abend zum Vergessen setzten die Niedersachsen am Mittwoch durch das 1:3 (1:1) bei den jungen Turbo-Fußballern aus Salzburg ihren Negativlauf fort. Angeführt von Adeyemi und dem Doppel-Torschützen Noah Okafor zeigten die österreichischen Gastgebern dem VfL vor allem nach der Pause die Grenzen auf.

„Wir haben speziell in der zweiten Halbzeit Salzburg eingeladen, haben nicht mehr das gemacht, was wir in der ersten Halbzeit getan haben. Jetzt stehen wir hier mit leeren Händen“, sagte Wolfsburgs Mittelfeldspieler Maximilian Arnold beim Streamingdienst DAZN und klagte über „billige Tore“.

Der 19 Jahre alte Adeyemi brachte das RB-Team des erst 33 Jahre alten Trainers Matthias Jaissle bereits in der 3. Minute in Führung. Zwar glich Lukas Nmecha – gemeinsam mit Adeyemi im Mai U21-Europameister – nach einer Viertelstunde per Kopf für Wolfsburg aus. Doch der ebenfalls erst 21-jährige Okafor sorgte vor 29 520 Zuschauern mit einem Doppelpack (65./77.) jeweils nach Eckbällen für die Entscheidung. „Es war amateurhaft, wie wir die Ecken verteidigt haben. Das müssen wir abstellen“, meinte VfL-Profi Renato Steffen.

Während Salzburg seine Spitzenposition in Gruppe G mit nun sieben Punkten festigte, wird das Weiterkommen für die erneut enttäuschenden Wolfsburger mit nur zwei Zählern zu einem immer schwierigeren Projekt. Am 2. November muss daher im nächsten Spiel dringend ein Sieg gegen Österreichs Serien-Meister her.

tkr
DPA



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