Gerichtsstreitigkeiten
Britney Spears’ Vater will Krankenakte der Sängerin veröffentlichen – um seine eigene Unschuld zu belegen

Britney Spears und ihr Vater Jamie Spears

Britney Spears’ Vater Jamie bat vor Gericht darum, die versiegelten Krankenakten seiner Tochter freizugeben, damit er sich gegen ihn selbst gerichtete Anschuldigungen verteidigen könne

© DPA

Nach der Verhandlung ist vor der Verhandlung. Die Anwälte von Britney Spears und die ihres Vaters streiten erneut vor Gericht. Der aktuelle Streit entbrannte um die Frage, ob Krankenakten der Sängerin veröffentlicht werden sollten.

Die Vormundschaft von Britney Spears ist beendet, aber die Rechtsstreitigkeiten drumherum gehen weiter. Brenda Penny, Richterin am Obersten Gerichtshof von Los Angeles, hat am Mittwoch einem Antrag stattgegeben, die fast 14 Jahre lang dauernde Vormundschaft der Sängerin zu beenden, speziell auch um ihr “Recht auf Privatsphäre über ihre privaten medizinischen Informationen” zu schützen. Jamie Spears bat zuvor darum, Britneys versiegelte Krankenakten bei der Anhörung freizugeben, damit er sich gegen Anschuldigungen verteidigen könne, er habe sie ohne ihre Zustimmung ausspioniert, wie das Portal People berichtet hatte.

30-Millionen-Dollar-Forderung

Penny lehnte gleichsam den Antrag von Spears’ Vater ab, Geld aus dem bisher durch die Vormundschaft unter seiner Verwaltung stehendem Vermögen zurückzuhalten, da er noch Ansprüche darauf erhebe, wie die “Los Angeles Times” berichtet, die aus den Gerichtsdokumenten zitiert.


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Diese Entscheidungen ergingen demnach nach einer hitzigen Anhörung, in der es um Finanzen und Buchhaltung ging, sowie um Anträge mehrerer ehemaliger Anwälte, angefallene Anwaltskosten einzutreiben. Bei der Anhörung am Mittwoch wies der Anwalt der Entertainerin, Mathew Rosengart, der maßgeblich an der Beendigung ihrer Vormundschaft im November beteiligt war, die Vorstellung zurück, dass Spears die geschätzten 30 Millionen US-Dollar an Anwaltskosten ihres Vaters Jamie Spears bezahlen sollte, während er als ihr Vermögensverwalter agierte. Rosengart hat auch den Vorschlag von Jamies Anwalt, die Krankenakten der Sängerin entsiegeln zu lassen, vehement zurückgewiesen. In Gerichtsakten feuerte Rosengart einen Stapel von Einwänden gegen die Anträge von Jamie Spears ab und beschuldigte ihn des finanziellen Fehlverhaltens und anderer unangemessener Handlungen wie dem Lesen der Therapienotizen seiner 40-jährigen Tochter und der – eigentlich streng geschützten – Kommunikation mit ihren Anwälten.

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Die Spannung setzte sich am Mittwoch im Gerichtssaal fort, als die Anwälte sich über angebliche “Lügen” stritten, von denen sie glauben, dass sie die öffentliche Meinung über den Fall beeinflussten. Der Anwalt von Jamie Spears, Alex M. Weingarten, beschuldigte Rosengart, gefälschte Geschichten in den Medien verbreitet zu haben, berichtete unter anderem das Portal Variety, eine Anschuldigung, die Rosengart vehement bestritt.

Der Fall scheint jedenfalls noch lange nicht vor einem Abschluss zu stehen. Rosengart hat darum gebeten, dass eine Beweisanhörung zur Rechnungslegung anberaumt wird. Die nächste große Anhörung in dem Fall wurde für den 27. Juli dieses Jahres angesetzt.

Quellen:  People, “Los Angeles Times”, Variety

km



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