Berlin: Restaurant am Schlachtensee lässt nur noch Geimpfte rein

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Fischerhütte am Schlachtensee
Berliner Gastronom führt 1G-Regel ein – nur noch Geimpfte dürfen rein

Fischerhütte am Schlachtensee in Berlin

Die Fischerhütte am Schlachtensee in Berlin ist zum Oktoberfest nur für Geimpfte geöffnet

© Markus C. Hurek / Picture Alliance

Der Berliner Wirt Josef Laggner lädt wieder zum Oktoberfest in sein Restaurant ein – allerdings will er nur Geimpfte als Gäste haben. Dafür gibt es viel Kritik.

Normalerweise gilt in Deutschland für Restaurants nur die 3G- oder 2G-Regel: Wenn alle Gäste getestet, genesen oder geimpft sind, ist der Betrieb mit einem entsprechenden Hygienekonzept erlaubt. Sind nur genesene und geimpfte Gäste zugelassen (2G), gelten weniger strenge Bedingungen.

Josef Laggner, Betreiber des Restaurants „Fischerhütte am Schlachtensee“ in Berlin, hat sich jedoch für ein noch strengeres Konzept entschieden. Er setzt in seinem Lokal die 1G-Regel um: Zum Oktoberfest, das Laggner dort veranstaltet, dürfen nur Gäste kommen, die voll geimpft sind. „Da gehe ich auf Nummer sicher“, sagte Laggner der „Bild“.

1G-Regel: Wirt in Berlin schließt auch Genesene aus

Eigentlich ist in Berlin nur die 3G-Regel verpflichtend. Zusätzlich sind unter 2G Veranstaltungen ohne Masken- und Abstandspflicht möglich. Es steht den Gastronomen aber frei, selbst zu schärferen Maßnahmen zu greifen. Laggner tut das, um das Infektionsrisiko in seinem Restaurant weiter zu verringern. Beim Oktoberfest sei „besondere Vorsicht geboten“, erklärte er der „Berliner Zeitung“.

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„Es wird gesungen, die Leute trinken vielleicht zwei oder drei Bier, dann wird auch lauter gesprochen. So eine Veranstaltung kann nur sorglos abgehalten werden, wenn wirklich alle geimpft sind“, so der Wirt. Doch warum schließt er auch Genesene ein, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ebenfalls gegen Covid-19 geschützt sind? Das sei für ihn „schwer kontrollierbar“, erklärt Laggner: „Das gilt ja nur für eine gewisse Zeit. Das ist ein zu großes Risiko.“


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Kritik in den sozialen Netzwerken

In den sozialen Netzwerken sorgt die Entscheidung des Wirts für Aufsehen – die Fischerhütte ist in Berlin durchaus bekannt, dort feierten zum Beispiel schon Bushido und seine Frau Anna-Maria 2012 ihre Hochzeit. Auf der Facebook-Seite des Restaurants wird in den Kommentaren heiß diskutiert. Dort gibt es auch viele Beleidigungen gegen den Wirt, selbst unter Posts, die mit dem Thema nichts zu tun haben. „Hoffentlich geht hier niemand mehr hin“, schreibt eine Userin. Viele werfen ihm eine Spaltung der Gesellschaft vor. Laggner ist von seiner Entscheidung dennoch überzeugt und hofft auf ein schönes Oktoberfest – nur mit Geimpften.

Quellen: „Bild“ / „Berliner Zeitung“ / Fischerhütte am Schlachtensee auf Facebook

epp



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