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Nach Sexismus-Vorwürfen: Warum Bella Hadid wieder für Victoria’s Secret arbeitet

Bella Hadid

Model Bella Hadid 2018 auf dem Laufsteg von Victoria’s Secret

© Evan Agostini / Picture Alliance

Bella Hadid gehörte zu den Models, die Victoria’s Secret Frauenfeindlichkeit und Belästigung vorwarfen. Nun arbeitet sie wieder für das Dessous-Unternehmen. Die Gründe erläuterte die 25-Jährige in einem Interview.

Sie habe sich auf dem Laufsteg von Victoria’s Secret nie stark oder sexy gefühlt. Das sagte Model Bella Hadid im Herbst 2019 in einem Interview und übte damit scharfe Kritik an dem US-Unterwäsche-Hersteller. Drei Jahre infolge – von 2016 bis 2018 – war die 25-Jährige bei der Dessous-Show des Labels gelaufen.

Das Unternehmen war massiv in die Kritik geraten, nachdem mehrere Models Marketing-Chef Ed Razek und anderen männlichen Führungskräften sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Die “New York Times” hatte Anfang 2020 einen Artikel mit der Überschrift “Engel in der Hölle: Die Kultur der Frauenfeindlichkeit bei Victoria’s Secret” veröffentlicht. Daraufhin wandten sich mehr als 100 Models mit einem offenen Brief an den CEO des Unternehmens. Zu den Unterzeichnerinnen gehörte auch Bella Hadid.

Umso überraschender ist nun, dass Hadid als eines der neuen Werbegesichter von Victoria’s Secret präsentiert wurde. Das Label will sich ein neues, diverseres Image zulegen. Dazu gehören Frauen wie Schauspielerin Priyanka Chopra oder Fußballerin Megan Rapinoe, die die Marke in Zukunft repräsentieren sollen. In einem Interview mit der US-Zeitschrift “Marie Claire” sagte Bella Hadid, dass sie anderthalb Jahre lang überlegt habe, bis sie einer erneuten Zusammenarbeit mit Victoria’s Secret zustimmte. Überzeugt hätten sie letztendlich das neue Konzept und, dass die Marke nun mehrheitlich von Frauen geführt würde.

Bella Hadid modelt wieder für Victoria’s Secret

“Was mich zur Rückkehr bewegt hat war, dass sie auf mich zugekommen sind und mir wirklich bewiesen haben, dass sich Victoria’s Secret hinter den Kulissen drastisch verändert hat”, sagte Hadid. Konkret nannte sie neue Protokolle für Fotoshootings und Verträge, die festlegen, dass die Models selbst entscheiden dürfen, wie viel Haut sie zeigen wollen. Sie habe auf diese Art die Macht über ihren Körper zurückerlangt, so Hadid. Zuvor sei er nur eine Art Gelddruckmaschine gewesen und bediente Vorstellungen von Männern, wie eine Frau ins Dessous auszusehen habe.

Nun gebe es eine Zusammenarbeit von Frauen auf Augenhöhe. Sechs der sieben Vorstandsmitglieder sind weiblich, die neuen Botschafterinnen von Victoria’s Secret dürfen mitbestimmen und wollen eigene Kollektionen entwerfen. “Mein Leben drehte sich so viele Jahre nur um die Arbeit und wie ich es schaffe, für eine dieser Shows abzunehmen. Jetzt bin ich einfach die, die ich bin. Und ich muss mich für niemanden mehr ändern”, sagte Hadid.

Quelle:  “Marie Claire”

jum



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