Nigeria
Kooperation zwischen Nigeria und Marokko bei Wirtschaft und Infrastruktur

11 Westafrikanische Staaten werden an die längste Offshore – Pipeline der Welt angeschlossen.

London – Das australische Ingenieurbüro Worley wurde nach Medienberichten von den nigerianischen und marokkanischen Behörden mit der Durchführung der sog. FEED-Studie (Front-End Engineering Design) für das 7000 km lange Gaspipeline-Projekt beauftragt, das Nigeria und Marokko verbinden und durch 11 westafrikanische Länder führen soll. Die künftige Pipeline Nigeria-Marokko wird die längste Offshore-Pipeline der Welt und die zweitlängste nach der West-Ost-Pipeline in China überhaupt sein, die knapp über 8.700 km lang ist.

Um dieses sehr ehrgeizige Projekt zu verwirklichen, soll Worley sein gesamtes Fachwissen auf der ganzen Welt einbringen. So wird beispielsweise Worleys Intecsea-Team, die sich auf Offshore-Beratung spezialisiert hat, die FEED von Den Haag aus leiten. Das Londoner Team von Worley wird sich auch um die Onshore-FEED kümmern, zusätzlich zu Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudien und Landerwerb.
Die afrikanischen Niederlassungen und das Team für Unteraufträge in Hyderabad, Indien, werden ebenfalls einen Beitrag leisten. Darüber hinaus wird Worleys Advisian an einer Analyse der Elektrifizierung und Energieautarkie in der Region arbeiten.

Für das australische Unternehmen könnte die Pipeline Nigeria-Marokko die lokale Industrie und Wirtschaft durch die Bereitstellung zuverlässiger und nachhaltiger Energie unterstützen. Außerdem würden sich dadurch neue Exportmöglichkeiten nach Europa eröffnen.

Die FEED-Studie für die Gaspipeline Nigeria-Marokko wurde im Dezember letzten Jahres von der Islamischen Entwicklungsbank (IDB), dem Wirtschafts- und Finanzministerium und ONHYM finanziert. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird sich die IDB an der Finanzierung dieser Studie beteiligen, deren Gesamtkosten sich auf über 90 Mio. USD belaufen.

Das Gaspipeline-Projekt wurde 2016 in Abujan unter dem Vorsitz von König Mohammed VI. und dem nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari gestartet. Das Großprojekt wird die Gasvorkommen Nigerias, mehrerer westafrikanischer Länder und Marokkos miteinander verbinden und damit die wirtschaftliche Integration dieser Region des Kontinents fördern.

Marokko – Mega – Pipeline zwischen Marokko und Nigeria konkretisiert.

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