Sehen Sie im Video: „Unmenschlich, wie ein Gefangener“ – Mutter kritisiert Umgang mit Novak Djokovic.

Im Streit über eine Impfausnahme für den serbischen Tennis-Star Novak Djokovic zur Teilnahme an der Australien Open hat sich dessen Familie zu Wort gemeldet – und das äußert lautstark. Vor dem serbischen Parlament in Belgrad sprach sein Vater Srdjan zu Hunderten Fans, die sich vor dem Gebäude versammelt hatten. „Sie wollen ihn in die Knie zwingen, aber das wird nicht passieren. Sie werden Serbien nie zu Boden werfen können. Wir haben nie jemanden angegriffen, wir haben uns immer nur verteidigt. Auch Novak verteidigt sich, seine Brüder, Schwestern.“ Außerdem kündigte er an, auch in den kommenden Tagen vor das Parlament kommen zu wollen, um dort für Novak zu demonstrieren. Die Mutter des Tennisspielers, Dijana Djokovic, zeigte sich am Donnerstag besorgt. „Ich habe vor ein paar Stunden mit ihm gesprochen. Er schien in Ordnung. Er versuchte, etwas Schlaf zu finden, aber das ging wohl nicht. Als Mutter, was soll ich sagen, ich fühle mich schrecklich. Sie sperren ihn ein. Das ist nicht fair, nicht menschlich.“ Die Unterkunft ihres Sohnes seit furchtbar, gleiches gelte für das Essen, das man ihm anbiete. Und das war passiert: Dem Weltranglistenersten war am Donnerstag bei der Ankunft am Flughafen Melbourne die Einreise verweigert worden. Zuvor hatte er überraschend eine medizinische Ausnahme-Erlaubnis von der vorgeschriebenen Corona-Impfung erhalten. Darauf folgte ein Sturm der öffentlichen Entrüstung in Australien, vor allem in der Gastgeberstadt Melbourne. Dort hatte es den weltweit längsten Corona-Lockdown gegeben. Zudem ist die Impfquote in Australien mit 91 Prozent vergleichsweise hoch und das Verständnis für Impfgegner eher gering – zumal die Omikron-Variante die Fall-Zahlen zuletzt auf Rekordhöhen steigen ließ. Zunächst sollte der 34-Jährige umgehend die Heimreise antreten. Nach juristischem Tauziehen konnte er aber in einem Quarantäne-Hotel untergebracht werden. Am Montag soll bei einer Gerichtsanhörung entschieden werden, ob Djokovic an dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres teilnehmen darf. Tenniskollege Rafael Nadal äußerte am Donnerstag Mitgefühl. Djokovic sei aber seit Monaten klar gewesen, dass eine mutmaßlich fehlende Impfung zu Problemen bei der Einreise führen würde.



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