Alyssa Milano: Geburt ihres Sohnes weckte Erinnerungen an sexuelle Übergriffe


US-Schauspielerin
Geburt ihres Sohnes weckte bei Alyssa Milano Erinnerungen an sexuelle Übergriffe

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Schauspielerin Alyssa Milano

Schauspielerin Alyssa Milano

© Photoshot / Picture Alliance

Schauspielerin Alyssa Milano hat in einem Podcast des US-Magazins „People“ über die Geburt ihres Sohnes gesprochen. Die Niederkunft im Jahr 2011 triggerte bei der 48-Jährigen ein altes Trauma.

Im Jahr 2011 brachte Schauspielerin Alyssa Milano ihren Sohn Milo zur Welt. Die Geburt triggerte bei der 48-Jährigen ein altes Trauma, wie sie jetzt in einem Podcast des US-Magazins „People“ erzählte. „Ich erinnere mich, dass ich während der Geburt zu einem bestimmten Zeitpunkt dachte: ‚Ich mag es nicht, dass so viele Menschen Zugang zu meiner Vagina haben.'“ Woher dieses ungute Gefühl kam und warum es sich für Milano so vertraut anfühlte, konnte sie sich damals nicht erklären. „Ich hatte zuvor noch nie eine Kind bekommen“, erinnerte sich die Schauspielerin und berichtete von Angstzustände und Depressionen im Wochenbett.

Schließlich machte sie eine Therapie, um ihren Problemen auf den Grund zu gehen. Das Gefühl des Ausgeliefertseins während der Geburt, dass sie „festgehalten und Dinge mit mir gemacht wurden, die ich nicht wollte, fühlte sich ähnlich an wie sexuell missbraucht zu werden“, sagte Milano. „Es löste all diese Erinnerungen aus, von denen ich dachte, ich hätte sie verarbeitet. Ich denke, jeder, der mit einem Trauma zu kämpfen hat, kennt die Momente, in denen man sagt: ‚Ja, mir geht es gut. Ich habe es verarbeitet.‘ Im Vergleich zu den Momenten, in denen du dir denkst: ‚Oh, nein, habe ich nicht. Ich habe nur versucht, es zu verstecken, damit niemand es sehen oder fühlen kann.“

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Alyssa Milano wurde Opfer sexuellen Missbrauchs

Milano war es, die 2017 im Zuge des Missbrauchsskandals um Filmproduzent Harvey Weinstein als eine der Ersten den Hashtag #Metoo benutzte und damit eine weltweite Bewegung auslöste. 2018 schrieb sie in einem an Ex-Präsident Donald Trump gerichteten Tweet: „Ich wurde zweimal sexuell missbraucht. Einmal, als ich ein Teenager war. Ich habe nie eine Anzeige bei der Polizei erstattet und ich habe 30 Jahre gebraucht, um es meinen Eltern zu erzählen.“ Milano unterstützte damals die US-Professorin Christine Blasey Ford, die behauptete, der inzwischen am Supreme Court tätige Richter Brett Kavanaugh habe sie Anfang der 80er sexuell missbraucht.

In diesem Zusammenhang berichtete Milano bei einem Auftritt, was ihr widerfuhr als sie 19 Jahre alt war. „Ich war auf dem Konzert einer sehr berühmten Sängerin, die dem Publikum sagte, es solle näher zur Bühne kommen. Dabei entstand ein enormes Gedränge. Die Menschen wurden aneinander gedrückt. Ich konnte nicht atmen, ich dachte, ich würde sterben“, erzählte die Schauspielerin. Plötzlich habe sie gemerkt, dass jemand ihren Rock hochschob und seine Finger in ihre Vagina einführte. „Ich konnte mich nicht umdrehen. Ich blickte zur Bühne und zu den Sicherheitsleuten und sagte: ‚Bitte helfen Sie mir‘, aber sie konnten mir nicht helfen. Sie haben nur den Kopf geschüttelt.“

Schließlich habe sie es geschafft, auf die Bühne zu klettern und so ihrem Peiniger zu entkommen. „Ich drehte mich um und wusste nicht, wer von denen es war. Ich schaute auf das Meer von Menschen und konnte ihn nicht finden“, erinnerte sich Milano. Jahrzehntelang hat sie niemandem von ihrer schrecklichen Erfahrung erzählt und konnte ihr Trauma so nicht verarbeiten. Geholfen habe ihr erst die Therapie nach der Geburt ihres Sohnes.

Quelle: „People“

jum





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