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Präsident Abdelmajid Tebboune meldet sich nach COVID-19 Erkrankung per Videobotschaft

Präsident Tebboune hält an Anschlagsversion gegen algerische Staatsangehörige durch Marokko fest, trotz gegenteiliger Meldung des mauretanischen Militärs.

Algier – Der algerische Präsident Abdelmajid Tebboune beschuldigt Marokko, drei algerische Lastwagenfahrer getötet zu haben, und droht mit Vergeltungsmaßnahmen.

Die algerische Präsidentschaft äußerte die Beschuldigung gegenüber Marokko in einer am 3. November 2021 veröffentlichten Erklärung, wonach das Nachbarland drei algerische Lastwagenfahrer bombardiert und getötet haben soll.

In einer von der offiziellen Presseagentur APS herausgegebenen Meldung heißt es unter anderem, dass „drei algerische Staatsangehörige durch einen barbarischen Bombenanschlag auf ihre Lastwagen feige ermordet wurden, während sie auf der Strecke Nouakchott-Ouargla unterwegs waren.“

Nach der offiziellen Erklärung „deuten mehrere Faktoren darauf hin, dass die marokkanischen Besatzungstruppen in der Westsahara dieses feige Attentat mit hochentwickelten Waffen verübt haben“. „Ihre Ermordung wird nicht ungestraft bleiben“, heißt es drohend weiter.

Unterschiedliche Meldungen, die sich widersprechen.

Die algerische Website Mena Défense berichtete am 2. November, dass „die beiden Lkw-Fahrer in ihren deutschen Fahrzeugen des Herstellers MAN zum ersten Mal unterwegs waren und von einem dritten Algerier aus Ouargla begleitet wurden, der mit der Strecke vertraut war. Der Vorfall solle sich bereits am 1. November 2021 zwischen Aïn Bentili und Bir Lahlou ereignet haben. Dies wäre eine Route, die teilweise durch die Pufferzone zwischen dem von Marokko kontrollierten Teil der Westsahara und der algerischen Grenze befindet und von der durch Algerien unterstützten Frente Polisario kontrolliert wird. Der Anschlag selbst soll sich naher oder aber bereits auf dem Hoheitsgebiet von Mauretanien ereignet haben.

Mauretanien dementiert Meldungen zu mutmaßlichem Militärschlag Marokkos gegen algerische LKW – Fahrer.

Abweichend von den Meldungen der algerischen Medien meldete sich das mauretanische Militär per Pressemeldung zu Wort. Bereits am 2. November 2021 wurde diese Information von der mauretanischen Armee dementiert. „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, bei der Verbreitung von Informationen aus verdächtigen Quellen vorsichtig zu sein“, so die Direktion für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Kommandos des Generalstabs der mauretanischen Armee, wobei man sich auf Postings und Artikel zu den mutmaßlichen Ereignissen bezog.

Marokko will keine algerischen Bürger getötet haben.

Von den marokkanischen Behörden gab es keine unmittelbare Stellungnahme.

„Wenn Algerien den Krieg will, lehnt Marokko ihn ab. Marokko wird sich niemals in eine Spirale der Gewalt und der regionalen Destabilisierung hineinziehen lassen“, berichtet das marokkanische Nachrichtenmagazin Telquel unter Berufung auf eine innoffizielle Stellungnahme einer anonymen marokkanischen Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, welche die „grundlose Anschuldigungen“ gegen Marokko bedauerte.

Wenn Algerien die Region mit Provokationen und Drohungen in einen Krieg stürzen will, wird Marokko dem nicht folgen“, betonte die gleiche Quelle, die um Anonymität bat. Marokko hat niemals algerische Staatsbürger angegriffen und wird dies auch niemals tun, unabhängig von den Umständen und Provokationen.

Marokko – Anschlag auf marokkanische LKW-Fahrer in Mali



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