Gas
Algerien – Marokko –
Gaspipeline

Algerische Regierung wird den Transit- und Belieferungsvertrag für die Maghreb-Europa-Pipeline voraussichtlich nicht verlängern.

Algier – Fünf Tage vor Ablauf des Vertrags scheint Algerien beschlossen zu haben, Marokko nicht mehr mit Erdgas zu beliefern. Vertraulichen Quellen zufolge, auf die sich die Nachrichtenagentur Reuters in einem aktuellen Bericht beruft, werden die Exporte nach Spanien über eine alternative Unterwasserpipeline fortgesetzt, während die Exporte durch und für Marokko gestoppt werden. Eine Quelle des staatlichen Öl- und Gasunternehmens Sonatrach und zwei algerische Regierungsquellen sagten, das Lieferabkommen mit Marokko werde nicht verlängert.

Seit diesem Sommer und dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Marokko hat Algerien wiederholt mit der Beendigung der Belieferung gedroht. Der aktuelle Vertrag zwischen den beiden Nachbarn und Rivalen endet am 31. Oktober 2021.

Spanien sichert sich algerische Gaslieferung durch Medgaz – Pipeline

Algerien wird Spanien weiterhin über die Unterwasserpipeline Medgaz beliefern, deren Jahreskapazität von 8 Milliarden Kubikmetern noch erhöht werden muss. Die Pipeline durch Marokko hat eine Kapazität von ca. 13,5 Milliarden Kubikmeter. Marokko, durch das die Maghreb-Europa-Gaspipeline bisher verlief, dürfte die von Algerien jährlich exportierte ca. eine Milliarde Kubikmeter verlieren. Dieses Gas nutzte das nordafrikanische Königreich, zur Erzeugung von Strom, womit ca. 10% des Strombedarfs gedeckt wurden. Bei diesem Erdgas handelte es sich zum Teil, um Kompensationsanteile für die Durchleitung durch Marokko zur Versorgung Spaniens und Portugals.

Offizielle Bestätigung zeitnah erwartet.

Die vertraulichen Quellen geben jedoch nur einen inoffiziellen Hinweis auf eine Ankündigung, von der alle Analysten erwarten, dass sie einige Tage vor Ablauf des Vertrages erfolgen wird, so die Nachrichtenagentur Reuters. Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hatte Mitte Oktober auf Fragen der einheimischen Presse hin angedeutet, dass es ein Abkommen mit Spanien über Gasexporte geben werde und dass die Lieferung über Marokko wahrscheinlich aufgegeben wird. Das erwähnte Abkommen wurde, im Anschluss an den Besuch des spanischen Außenministers José Manuel Albares in Algier geschlossen. Für Spanien ist Algerien der wichtigste Gaslieferant.



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