Algerien – Bau der Gaspipeline von Nigeria über Niger bis Europa vor dem Start. Maghreb-Post


Pipeline
Bau von Pipeline

Gas aus Nigeria für den europäischen Markt soll über Niger und Algerien geleitet werden.

Algier – Der nigerianische Energieminister Tembri Salva sagte in einem Interview in der vergangenen Woche, welches er dem Nachrichtensender CNBC Arabia am Rande der Gastech-Konferenz gab, dass sein Land mit dem Bau einer Gaspipeline für den Transport von Gas nach Algerien begonnen habe.

Er betonte auch, dass sich sein Land derzeit auf die Gasförderung konzentriere, und wies darauf hin, dass bei der Ölexploration 256 Milliarden Kubikmeter Gas entdeckt worden seien.

Der Minister erklärte, Nigerias Interesse an Gas bestehe darin, die gesamte Gasproduktion zu einem Ende zu führen, zumal die Ära der fossilen Brennstoffe zu Ende gehen würde, um dann erneuerbare Energiequellen zu nutzen.

Machbarkeitsstudien legen nun vor.

Am vergangenen Montag (20. September 2021) erklärte der Vorstandsvorsitzende des staatlichen algerischen Ölkonzerns Sonatrach, Toufik Hakkar, in Algier, dass die Machbarkeitsstudie für das Projekt der Trans-Sahara-Gaspipeline (TSGP), die Nigeria über Niger und Algerien mit Europa verbinden soll, abgeschlossen und den Unternehmen in den beiden afrikanischen Ländern vorgelegt worden sei.

Im August dieses Jahres erklärte der Minister für Energie und Bergbau, Mohamed Arkab, dass Algerien „ein besonderes Interesse an der raschen Verwirklichung dieses wichtigen Projekts hat, das den Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern in Bezug auf die technische Zusammenarbeit und den Aufbau von Kapazitäten neue Impulse verleihen wird“. Nigeria soll das 2009 in Abuja unterzeichnete zwischenstaatliche Abkommen zum TSGP-Projekt ratifizieren. Das Projekt sei Teil des Programms der neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD), sagte er am 27. August 2021 in Algier.

Wiederbelebung eines alten Projekts tritt zur Nigeria – Marokko Pipeline in Konkurrenz

Tatsächlich ist dieses Projekt, eine Gaspipeline durch die Sahelzone und die algerische Wüste zu bauen, keine neue Idee. Bereits 2003 hatten sich die drei betroffenen Länder auf ein solches Projekt geeinigt und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Langezeit lies die Sicherheitslage in der Region sowie politische Spannungen zwischen Algerien und Niger die Umsetzung nicht zu. Erst im Laufe dieses Jahres und nach einer diplomatischen Offensive Algiers vereinbarten Algerien und Niger die Grenzen zueinander wieder zu öffnen und das TSGP Projekt wiederzubeleben. In der Zwischenzeit hatten Nigeria und Marokko ein Projekt initiiert, dass den Bau einer ca. 6.500km langen Offshore – Gaspipeline entlang der westafrikanischen Atlantikküste vorsieht. Das Projekt ist ebenfalls gestartet, nachdem es lange Verzögerungen bei der Planung gab. Auch hier soll Gas bis nach Europa geführt werden, wobei die Planungen den Anschluss eines jeden Landes entlang der Route vorsehen, dass Interesse zeigt. Damit konkurrieren die beiden nordafrikanischen Rivalen nun auch bei dem Transport und der Vermarktung von nigerianischem Gas.

Marokko – Machbarkeitsstudie zur Nigeria – Marokko Gaspipeline fertig gestellt.

Das Königreich Marokko will sich von Lieferungen algerischen Erdgases befreien und zugleich als wichtiges Energietransitland für Europa agieren. Eine Rolle, die man in Algier nur ungern an Marokko abgeben möchte. Derzeit liefert Algerien eigenes Gas an den europäischen Markt und hier vor allem mit eigenen Pipelines direkt an Spanien, teils auch über Marokko, und Italien, ebenfalls teils über Tunesien.

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