Credit Suisse
Quelle Credit Suisse – Sitz der Schweizer Großbank Credit Suisse

Recherchenetzwerk „Suisse Secrets“ Untersucht Geldgeschäfte bis in die 1970 Jahre der Schweizer Großbank Credit Suisse.

Algier – Es ist die Rede von ca. 500 Schweizer Bankkonten, die im Verdacht stehen mit Geldern gefüllt zu sein, die von algerischen Politikern und Militärs eingezahlt wurden. Dies zeige, nach einem Bericht von Algerie part plus, die umfassende internationale Untersuchung „Suisse Secrets“. Eine gemeinsame Untersuchung, die auf durchgesickerten Informationen von mehr als 18.000 Bankkonten basiert, die von den 1940er Jahren bis Ende 2010 von der Credit Suisse verwaltet wurden. Die Unterlagen werden unter anderem von der Süddeutschen Zeitung SZ, dem Rechercheverbund aus NDR und WDR sowie Guardian, Le Monde und die New York Times ausgewertet.

Konten algerischer Personen und Unternehmen reichen bis in die 1970er Jahre zurück.

In dem Onlineartikel vom Mittwoch, 23. Februar 2022, enthüllte Algerie part plus, unter Bezug auf die französische Tageszeitung Le Monde, einer der Hauptakteure dieser umfassenden internationalen Recherchegruppe, die Existenz von mindestens 500 Bankkonten, die algerischen Einzelpersonen und Unternehmen gehören sollen. Mindestens seit den 1970er Jahren werden diese Bankkonten verwaltet, und die darauf eingezahlten Gelder würden zahlreichen militärischen oder zivilen Persönlichkeiten und ihren jeweiligen Familien zugutekommen, obwohl es nach algerischem Recht allen in Algerien ansässigen Personen grundsätzlich untersagt sei, Geld auf eigene Rechnung im Ausland zu deponieren. Dabei werden auch prominette mutmaßliche Kontoinhaber genannt.

Bekannte Persönlichkeiten der algerischen Politik und des Militärs seien involviert.

„Dazu gehört der ehemalige Präsident Abdelaziz Bouteflika, der 2021 starb, nachdem er Algerien von 1999 bis 2019 regiert hatte. Die „Suisse Secrets“-Recherche zeige, dass er selbst zwischen 1999 und 2011 ein Konto bei der Zürcher Bank hatte, auf dem 1 Million Euro überwiesen wurde. Ein Vermögen, das nie deklariert worden sei, trotz der Verpflichtungen, die dem Mann mit Schweizer Wohnsitz während seines Exils in den 1980er Jahren auferlegt wurden, in denen er in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Berater tätig war“, zitiert Algerie part plus die französische Tageszeitung weiter.

Unabhängigkeit
Präsident Abdelaziz Bouteflika mit Botschaft an die Bürgerinnen und Bürger

General Khaled Nezzar sei die andere algerische Persönlichkeit, die ihr Geld auf Bankkonten bei der Credit Suisse versteckt haben soll, Algerie part plus weiter.

Die „Suisse Secrets“-Untersuchung soll ergeben haben, dass er von Februar 2004 bis Mai 2013 ein Bankkonto bei der Credit Suisse hatte.

Im Februar 2004 hätte die Credit Suisse das erste seiner beiden Konten eröffnet, was den Beginn einer fast zehnjährigen Beziehung markierte haben soll, in der Nezzar mindestens 2,1 Millionen Schweizer Franken (bzw. 1,4 Millionen Euro im Jahr 2005) einzahlte“. Woher das Geld stamme sei Gegenstand berechtigter Nachfragen.

Die Anwälte von Khaled Nezzar hätten auf die Fragen der Zeitung Le Monde geantwortet, dass „die Gelder ihres Mandanten ausschließlich aus legalen Aktivitäten stammen und daher per Definition nichts mit dem Verdacht einer Straftat zu tun haben, den unser Mandant entschieden bestreitet.“

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