4. Bundesliga-Spieltag
Bayern fertigt RB Leipzig ab, Leverkusen gegen Dortmund spektakulär

Bayern München gegen RB Leipzig

Wer ist schneller als Alphonso Davies (l.)? Leipzigs Dani Olmo jedenfalls nicht.

© Robert Michael / DPA

Humorlos hat Bayern München Rivalen RB Leipzig besiegt. In Leverkusen endet die Partie gegen Dortmund mit einem Sieben-Tore-Spektakel. Und der VfL Wolfsburg bleibt ungeschlagen – der 4. Bundesligaspieltag im Überblick.

RB Leipzig – Bayern München 1:4

Der FC Bayern hat das Topspiel der Fußball-Bundesliga bei Vizemeister RB Leipzig klar für sich entschieden. Die Münchner gewannen hochverdient mit 4:1 (1:0) und bescherten ihrem neuen Trainer Julian Nagelsmann eine gelungene Rückkehr an seinen vorherigen Wirkungsort. Robert Lewandowski brachte die Gäste vor 34.000 Zuschauern in der 12. Minute per Handelfmeter in Führung, Jamal Musiala (47.) und Leroy Sané (54.) sorgten für eine frühe Vorentscheidung. Konrad Laimers toller Fernschusstreffer (58.) half den Leipzigern nicht mehr. Den Endstand besorgte Eric Maxim Choupo-Moting (90.+2). Mit nun zehn Punkten sind die Bayern Tabellenzweiter, RB steckt mit drei Zählern im Mittelfeld fest.

SC Freiburg – 1.FC Köln 1:1

Die Kölner haben wegen eines Last-Minute-Eigentors von Pechvogel Rafael Czichos das nächste Erfolgserlebnis beim SC Freiburg verpasst. Mit seiner unglücklichen Aktion in der 89. Minute verhinderte der Verteidiger einen Sieg der Rheinländer und sorgte spät für den 1:1 (1:0)-Endstand. Torjäger Anthony Modeste (34.) hatte die Gäste mit einem erneuten Kopfballtreffer zunächst in Führung gebracht. Kurz vor Schluss lenkte Czichos dann eine Hereingabe von Freiburgs Noah Weißhaupt ins eigene Netz. Nach einem Platzverweis für Mittelfeldspieler Florian Kainz hatten die erneut starken Kölner ab der 74. Minute in Unterzahl gespielt.

SpVgg Greuther Fürth – VfL Wolfsburg 0:2

Trainer Mark van Bommel hat den Wolfsburger Rekordstart in der Fußball-Bundesliga in Fürth fortgesetzt. Vier Spiele, vier Siege – so fulminant sind die Niedersachsen nie zuvor in eine Erstligasaison hineingekommen. Der neue VfL-Trainer konnte das abgeklärte 2:0 (1:0) des Tabellenführers gegen den weiter sieglosen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth weitgehend ruhig an der Seitenlinie verfolgen. Die Wolfsburger zelebrieren keinen Fußball, aber sie funktionieren als Kollektiv. Die Gäste verwalteten weitgehend die frühe Führung, entschlossen aufs 2:0 spielten sie nicht.

Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund 3:4

Erling Haaland bei Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund

Wann jubelt er mal nicht? Erling Haaland nach seinem zweiten Treffer gegen Bayer Leverkusen.

© Rolf Vennenbernd / DPA

Borussia Dortmund hat Trainer Marco Rose zum 45. Geburtstag ein Fußball-Spektakel und einen furiosen Sieg geschenkt. Das 4:3 (1:2) des BVB nach dreimaligem Rückstand bei Bayer Leverkusen war das bisher wohl beste und unterhaltsamste Spiel dieser Bundesliga-Saison, das die 17.605 Zuschauer von den Sitzen riss. Dank eines Doppelpacks von Erling Haaland gewann der letztlich und feierte den dritten Saisonsieg. Florian Wirtz brachte Bayer früh in Führung (9.) und legte auch das 2:1 durch Patrik Schick auf (45.+1). Bayers dritte Führung erzielte Moussa Diaby (55.) zehn Tage nach seinem Länderspiel-Debüt für Weltmeister Frankreich.

TSG Hoffenheim – FSV Mainz 05 0:2

Hoffenheim hat mal wieder gegen Mainz 05 schlecht ausgesehen. Die Kraichgauer unterlagen mit 0:2 (0:1) und ermöglichten der Mannschaft von Coach Bo Svensson damit bereits den dritten Sieg in Serie in Sinsheim. Vor nur 8427 Zuschauern – darunter der neue Bundestrainer Hansi Flick aus dem nahen Bammental – trafen U21-Europameister Jonathan Burkhardt (21. Minute) und Neuzugang Marcus Ingvartsen nur eine Minute nach seiner Einwechslung (78.). Im März dieses Jahres gab es ein 2:1 für den FSV bei den Hoffenheimern, 2019 gewannen sie gar mit 5:1.

Union Berlin – FC Augsburg 0:0

Auch der FC Augsburg hat es nicht geschafft. Der 1. FC Union Berlin ist in Bundesliga-Heimspielen nicht zu bezwingen. Innerhalb eines Jahres haben die Eisernen nun allen 17 Kontrahenten keinen Dreier im Stadion an der Alten Försterei gewährt. Gegen den FC Augsburg, der vor 357 Tagen als bislang letzter Gastverein in Berlin-Köpenick gewinnen konnte, kam Union vor 10.207 Zuschauern zu einem hart erkämpften 0:0. Vor dem ersten Europapokal-Gruppenspiel in der Conference League bei Slavia Prag am Donnerstag setzte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer damit noch eine Serie fort. Neben den insgesamt 19 Bundesliga-Heimspielen ist Union saisonübergreifend in drei Wettbewerben in neun Spielen ohne Niederlage.

So geht es am Sonntag weiter:

Mit drei Partien zwischen Clubs aus der unteren Tabellenhälfte wird am Sonntag der vierte Spieltag abgeschlossen. Zunächst empfängt die bisher noch sieglose Frankfurter Eintracht den VfB Stuttgart (15.30 Uhr/DAZN). Anschließend hofft der noch punktlose Tabellenletzte Hertha BSC beim VfL Bochum (17.30 Uhr/DAZN) auf ein erstes Erfolgserlebnis in dieser Saison. Aufsteiger Bochum holte bislang drei Punkte. Erst einen Zähler hat Borussia Mönchengladbach vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (19.30 Uhr).

nik
DPA



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