„heute wichtig“
Der Euro feiert 20. Geburtstag – Währungsexperte wagt Blick in seine Zukunft

Auf einem schwarzen Untergrund liegt eine Ein-Euro-Münze mit Kratzern und Gebrauchsspuren

© Karl-Josef Hildenbrand / DPA

3,1 Prozent Inflation vermeldet Deutschland im Jahr 2021, so die neueste Schätzung des Statistischen Bundesamtes. Währungsexperte Prof. Aloys Prinz wagt einen Blick in die Zukunft: „Meiner Ansicht nach werden 2022 und 2023 die entscheidenden Jahre sein.“

20 Jahre Euro! Herzlichen Glückwunsch, möchte man der Europäischen Währungsunion und ihren Ländern gerne wünschen. 19 der EU-Staaten haben mittlerweile den Euro, darunter von Anfang an auch Deutschland. Zum Jahrestag am 1. Januar 2022 hat das Statistische Bundesamt nun eine Schätzung für 2021 veröffentlicht, die einigen Anleger:innen Sorgen machen dürfte. Die Inflationsrate war 2021 in Deutschland nämlich so hoch, wie seit 1993 nicht mehr: 3,1 Prozent. War der Euro trotz dieses europaweiten Wertverlusts eine gute Erfindung? 

„Jein“ – sagt Prof. Dr. Aloys Prinz im Podcast „heute wichtig“. Prof. Prinz ist Professor für Finanzwissenschaft in Münster und hat Bücher wie „Die große Geldschmelze“ oder „Europäische Währungsunion für Dummies“ geschrieben. Er urteilt: „Nach außen hin war der Euro ein großer Erfolg, nach innen hin nur teilweise. Das liegt daran, dass sich die Euro-Länder mit der Zeit auseinanderentwickelt haben und nicht wie vorgesehen wirtschaftlich konvergieren.“

Der Euro: Ein großer Vorteil für Reisende  

Der größte Vorteil am Euro: Wer innerhalb der Europäischen Union reist, muss keine Wechselkurse bedenken, muss kein Geld umtauschen. Doch die Länder zeigen wirtschaftlich gesehen eine unterschiedliche Entwicklungskurve, verfolgen völlig unterschiedliche Interessen. Prof. Aloys Prinz macht im Gespräch mit Michel Abdollahi deshalb darauf aufmerksam, wie wichtig die nächsten beiden Jahre sind: „Wir haben ein großes Potenzial für sehr schwierige Zeiten. Aber ob es dazu kommt, hängt in allererster Linie davon ab, was bis Mitte 2023 mit der Inflation passiert. Sollte es tatsächlich so sein, dass die Inflation hauptsächlich wegen der Corona-Pandemie gestiegen ist […], könnten wir Glück haben, dass die Rate auch wieder zurückgeht.“

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

Podcast „heute wichtig“

Klar, meinungsstark, auf die 12: „heute wichtig“ ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern– und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die lauten. Wer „heute wichtig“ hört, startet informiert in den Tag und kann fundiert mitreden.

Mini-Golden Globes 

Eigentlich sollte es an diesem Sonntag eine glamouröse 79. Verleihung der Golden Globes geben, doch die Auszeichnung von TV- und Filmproduktionen wurde vollständig zusammengeschrumpft. Kein roter Teppich, keine Stars wie Nicole Kidman, Kristen Stewart, Jennifer Hudson oder Lady Gaga, kein Publikum. Vor allem wird die Verleihung nicht mehr live übertragen. Diese deutlich abgespeckte Version der Golden Globes ist allerdings nicht nur Corona geschuldet. Kritik gab es bereits letztes Jahr, weil im Komitee des Verbands HFPA, der Hollywood Foreign Press Association, die die Golden Globes veranstaltet, kein einziges Mitglied schwarz war. Zu weiß, zu wenig divers. In diesem Jahr wird im Beverly Hilton Hotel also eine ganz kleine Verleihung stattfinden. Dann will der Verband seine Reformen vorstellen – und damit vielleicht in eine glamourösere Zukunft blicken.

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tkr



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